Die schönsten Kletterrouten des Grödnertals

Große Fermeda - 2873m

Südostkante

  • Berggruppe: Geisler-Puez-Gruppe
  • Schwierigkeit: IV+ (2 Stellen), sonst IV und (überwiegend) III
  • Ausgangspunkt: Col Raiser - hierher Gondellift von St. Christina im Grödner Tal
  • Höhendifferenz: Zustieg: 300 Hm, Kletterführe 400 Hm
  • Gehzeiten:
    Col Raiser - Einstieg: 1 Std.
    Einstieg - Große Fermeda: 3,5 Std.
    Abstieg zum Wandfuß: 2 Std.
    Rückweg zum Col Raiser: 0,75 Std.
  • Anmerkungen: Sehr lange, aber großartige Klettertour mit überwiegend gutem Fels, einige Stellen sind etwas brüchig. Orientierungsvermögen erforderlich (komplizierter Routenverlauf)!

Vom Col Raiser (2025m) nach Markierungen über Weiden in leichtem Auf und Ab in Richtung Sass Rigais bis unter den Südabsturz der Großen Fermeda. Dort nach links einem schwachen Steig in Richtung Östliche Fermedaschlucht (zwischen Odla de Cisles und Großer Fermeda) folgen, bis zum Einstieg am Fuß der Südostkante (herrliche Alpenflora!).

Über grasige Schrofen zum Beginn einer schräg nach links ansteigenden, tiefen Rinne. Durch sie teilweise über Blöcke und zwei kurze Kamine hinauf (Stellen III-, sonst leichter) zu deren Ende an einer rötlichen Wand. Nun leicht aufsteigende Querung nach rechts (II und I) zu einem Einschnitt, an dem die Normalführe nach links abzweigt. Hier geradeaus weiter und über kurze Kamine und gestuften Fels zu einer kleinen Scharte an der SO-Kante (hierher auch über die im AV-Führer beschriebene Originalführe. Abzuraten, da diese Route fast nur über grasige und teilweise brüchige Schrofen führt).

Über einen Riss (IV-) und anschließende Schrofen zu einer schwarzen Höhle. Erst links über eine kleine Rampe, dann nach rechts zu einer grauen Platte (III), die zum Fuß einer rechts ansteigenden Kaminrinne (III) führt. Am oberen Rand links zu einem kurzen Überhang, über diesen (III) zu einem Riss und weiter bis zu großen Überhängen, die man in einer Rechtsquerung umgeht. Nun über die Wand empor (III+) zu einer breiten Scharte, wenige Meter Abstieg und Querung nach links zu einer gelben Wand. Kleingriffig über die leicht überhängende Wand (IV+, 1. Schlüsselstelle) zu einem Riss und weiter bis kurz vor die SO-Kante. Links davon in 1 SL (1 Stelle IV+, sonst IV; 2. Schlüsselstelle) zu einem kleinen Einschnitt und in 2 SL zum höchsten Punkt der Kante (erst III, dann II). Kurzer Abstieg durch einen Kamin bis zum sehr schmalen Grat, den man äußerst ausgesetzt bis unter eine Wandschuppe überklettert. Nochmals einige Meter über einen Riß absteigen (keinesfalls, wie im AV-Führer beschrieben, 40m bis in die Schlucht absteigen, da brüchig und steinschlaggefährdet!), dann ausgesetzter Quergang (III+) zum Fuß eines Kamins rechts von einem gelben Gratturm. Durch den Kamin (IV-) empor zur darüberliegenden Scharte (Vorsicht, teilweise etwas brüchig!), wo von links der Normalweg einmündet. Links von einer Platte hinauf (II) zum Gipfelgrat und knapp rechts von ihm zu den höchsten Gratzacken. Sehr schmaler, luftiger Übergang ("Reitgrat") zum Gipfel der Großen Fermeda.

Vom Gipfel über die Anstiegsroute bis zur erwähnten Scharte über dem Kamin. Dort nach rechts über eine tiefe, versteckte Rinne bis zu deren Ende absteigen, dabei eine sperrende Felsstufe rechts umklettern (III-, sonst II). Nun einige Meter zu einem Abseilhaken abklettern und über die sog. "placca" (Platte) zu einem Band abseilen. Über Bänder und Rinnen im Zickzack absteigen (II, meist leichter, Steigspuren), bis man den Quergang erreicht, an dem man beim Aufstieg die Normalführe verlassen hat. Über die Aufstiegsroute (2 Abseilstellen sind eingerichtet) hinunter zum Einstieg und zurück zum Col Raiser.

Fünffingerspitze - 2996m

Daumenkante, Überschreitung

  • Berggruppe: Langkofelgruppe
  • Schwierigkeit: IV (1 SL), IV- (teilweise), III+ (überwiegend), sonst III
  • Ausgangspunkt: Langkofelscharte - hierher Gondellift vom Sellajochhaus
  • Höhendifferenz: Kletterführe etwa 400 Hm.
  • Gehzeiten:
    Langkofelscharte - Daumen-Kante - Daumen: 2 Std.
    Daumen - Daumenscharte - Zeigefinger - Mittelfinger: 2 Std.
  • Abstieg zur Langkofelscharte: 1,5 Std.
  • Anmerkungen: Sehr beliebte, äußerst lohnende, elegante und durchwegs sehr luftige Genusskletterei in festem und griffigem Idealfels. Bei schönem Wetter besteht Staugefahr mit längeren Wartezeiten!

Von der Toni-Demetz-Hütte in der Langkofelscharte (2679m) querender Anstieg in weniger als 5 Minuten zum bereits sichtbaren Einstieg in der Falllinie vom Grat zwischen Dito di Dio und Daumen.
Steiler, gestufter Anstieg über die Felswand (IV-) zu einer Geröllterrasse. Über diese (keine Steine ins Rollen bringen!) zu einer Rinne, die über leichte Felsen und Geröll zum Grat zwischen Dito di Dio und Daumen führt. Nach links über den Grat zu einem Steilaufschwung, den man direkt an der Kante erklettert (Stellen IV-, sonst III), dann kurze Querung nach links zu einer kleinen Scharte und wenige Meter Abstieg durch eine Rinne zu einer weiteren Scharte.

Über einen Rißkamin gelangt man zur Daumenkante. Nun direkt an der Kante, manchmal mit kleinen Abweichungen in die linke oder rechte Flanke, in 4 Seillängen (1SL IV, sonst IV- und III+), teilweise sehr ausgesetzt, empor auf den Gipfel vom Daumen (2953m).

Vom Gipfel erst ein Stück bis zu AH abklettern (II), dann zweimal abseilen zur Daumenscharte. Nun direkt über die Wand (III+) zu einem Riss, der zum Beginn einer äußerst luftigen Querung führt. Nach links hinüber zur Kante, noch ein Stück queren und dann schräg nach links empor (III) bis zur Zeigefingerscharte. Nach rechts über gestuften Fels (III) in wenigen Minuten zum Zeigefinger (2980m). Vom Gipfel abklettern in die Zeigefingerscharte und steiler Anstieg (III+) zum sichtbaren Felsfenster. Nach links über eine glatte Wandstelle (III+), dann problemlos über gestuften Fels zum Gipfel des Mittelfingers (2996m).

Vom Gipfel südwärts einige Meter abklettern, dann vom AH durch einen Kamin zur Zeigefingerscharte abseilen. Schräg links abklettern zur Kante des Zeigefingers und luftige Querung auf schmalem Band zu AH. Dreimal bis zur Daumenscharte abseilen, dann einige Meter abklettern und auf einem Band schräg nach links zu einer Kante. Zweimal über die Platten abseilen zu einer Rinne, die man nach links zum sog. Daumenballen quert. Im Zickzack abklettern, dann nach links zu einem AH queren. Dreimal abseilen bis zur Geröllhalde bei der Langkofelscharte und auf Steigspuren zurück zur Toni-Demetz-Hütte.

Langkofel - 3181m

Fassaner Band, Normalführe

  • Berggruppe: Langkofelgruppe
  • Schwierigkeit: III+ (eine Stelle), III (mehrere Passagen), sonst II, außerdem Gletscher und steile Eisrinne
  • Ausgangspunkt: Langkofelscharte - hierher Gondellift vom Sellajochhaus
  • Höhendifferenz: Zustieg 100 Hm, Kletterführe etwa 650 Hm
  • Gehzeiten:
    Langkofelscharte - Langkofelgletscher: 1,5 Std.
    Gletscher - Giuliani-Biwak: 2 Std.
    Biwak - Langkofel-Gipfel: 0,5 Std.
  • Abstieg wie Anstieg: 3,5 Std.
  • Anmerkungen: Großartige, aber anspruchsvolle und stellenweise luftige Tour mit sehr langem und kompliziertem Routenverlauf in einem herrlichen Ambiente. Viel Ausdauer und Bergerfahrung, sowie Orientierungsvermögen nötig! Überwiegend fester, griffiger Fels. Kletterstrecke rund 1500m!

Von der Toni-Demetz-Hütte in der Langkofelscharte (2679m) rund 10 Minuten in Richtung Langkofelhütte absteigen, dann nach rechts über ein Schneefeld oder leichte Schrofen zum Beginn des auffälligen Fassaner Bandes in der Südwestwand des Langkofels. Auf dem Geröll- und Schrofenband mit viel Auf und Ab nach links, bis es von einem senkrechten Kamin unterbrochen wird. Links vom Kamin über steile Felsstufen (III, II) gutgriffig hinauf zur Fortsetzung des Bandes und auf diesem weiter, bis es an einem Felszacken endet. Rechtshaltend etwa 40m über die steile Felswand (II) empor zu einer Scharte.

Nun rund 70m lange, extrem ausgesetzte Querung an einem Drahtseil nach rechts zu einem Felswinkel und über Felsstufen (III) hinauf zu einer kleinen Scharte. Weitere, leichtere Querung zu Schuttgelände oberhalb des Langkofelgletschers. Kurzer Abstieg zum Gletscher (ca. 2800m), den man fast eben überquert.

Über Geröll nach links zur Unteren Eisrinne und rund 120m Steilanstieg im Eis (Steigeisen erforderlich; Steinschlaggefahr!) zur Scharte am oberen Ende (Die Eisrinne kann auch über den Felsgrat links von ihr umgegangen werden: teilweise mit Eisenklammern und Drahtseilen gesichert; III, II und A0).

Von der Scharte wenige Meter Abstieg zum Amphitheater, einem Geröll- und Felskessel (ca. 2930m), und nach rechts über eine kurze Wand (III) zur breiten Führerrinne links vom auffallenden Pyramidenturm. Über den gestuften Fels (II) der Rinne hinauf zur Fensterscharte und nach links weiter zum Guiliani-Biwak (3100m) unter der Biwakscharte.

Kurzer Anstieg zur Scharte und zum Sockel des Roten Turms. Einige Meter nach rechts, dann direkter, senkrechter Anstieg (Schlüsselstelle, III+, ca. 15m) zum Gipfel des Roten Turms und an einem Kruzifix mit Tafel vorbei zum südlichen Vorgipfel (3160m). Kurzer Abstieg nach rechts in eine Scharte, hinauf zu einem Grataufschwung, dessen höchster Punkt links umgangen wird. Wieder einige Meter hinunter zu einer weiteren Scharte und schließlich über leichtes Gelände empor zum Hauptgipfel des Langkofels.

Vom Gipfel zurück zum Roten Turm und von dort zum Biwak hinunter abseilen. Zum Amphitheater abklettern (teilweise auch Abseilen möglich) und weiter zur Scharte über der Unteren Eisrinne. Nun entweder die Eisrinne abseilen (alle 20m AH an der linken Wand) oder rechts über die Variante umgehen. Vom Gletscher auf der Anstiegsroute zum Fassaner Band, weiter zum Langkofelkar und schließlich wieder hinauf zur Langkofelscharte.

Erster Sellaturm - 2533m

Südostwand, Kostner-Führe

  • Berggruppe: Sellagruppe
  • Schwierigkeit: III+ (überwiegend), teilweise auch III und II
  • Ausgangspunkt: Sellajoch - hierher Straßen von Canazei und Wolkenstein
  • Höhendifferenz: Zustieg 150 Hm, Kletterführe 150 Hm.
  • Gehzeiten:
    Sellajoch - Einstieg : 0,5 Std.
    Einstieg - Erster Sellaturm: 1 Std.
  • Abstieg: über den Normalweg 1 Std.
  • Anmerkungen: Klassischer Aufstieg durch die sogenannten Südwandkamine des Ersten Sellaturms. Meistens fester, aber ziemlich abgenutzter Fels; bei Nässe glatt. Anstelle des direkten (nicht lohnenden) Abstiegs über den Normalweg zum Sellajoch empfiehlt sich der Übergang zum Zweiten Sellaturm.

Vom Hotel Maria Flora am Sellajoch (2240m) auf einem guten Steig über steile Wiesen, später geröllige Schrofen, bis kurz vor den Einstieg des Normalwegs in der Fallinie der Scharte zwischen Piz Ciavazes und Zweitem Sellaturm. Nach links auf Steigspuren zum Einstieg der Kostner-Führe am Fuß des Südpfeilers vom Ersten Sellaturm.

Zunächst schräg nach links über teilweise grasdurchsetzte Felsstufen zu einem kurzen Kamin (III+), der zu einer gestuften, etwa 20 Meter hohen Wand führt. Über diese (II) empor, dann kurze Rechtsquerung zum Beginn einer markanten Kaminreihe. In den Kaminen, teilweise auch an den Begrenzungswänden (III+ und III), bis kurz unter den Gipfel des Südpfeilers. Über schuttige und grasige Felsstufen auf den Kopf und mittels langem Spreizschritt oder Sprung hinüber zum Gipfelaufbau des 1. Sellaturms. Auf steilem Fels (erst III+, dann leichter) zur Scharte zwischen 1. und 2. Sellaturm. Nach links über geröllige Schrofen zum Gipfel vom 1. Sellaturm.

Vom Gipfel zurück zur Scharte zwischen 1. und 2. Turm, dann in einer breiten Rinne (Stellen II, meistens I und Gehgelände) zu einer großen Wandmulde in der Fallinie der Scharte zwischen 2. Sellaturm und Piz Ciavazes. In Serpentinen hinunter und abschließend über eine steile Rampe zum Einstieg der Normalroute. Auf dem Steig zurück zum Sellajoch.

Zweiter Sellaturm - 2598m

Südwest-Wand, Kostner-Verschneidung

  • Berggruppe: Sellagruppe
  • Schwierigkeit: IV- (einige kurze Stellen), sonst III+ und III
  • Ausgangspunkt: Sellajoch; hierher Straßen von Canazei und Wolkenstein
  • Höhendifferenz: bis zum Ersten Sellaturm 300 Hm, Kletterführe 100 Hm.
  • Gehzeiten:
    Sellajoch - Erster Sellaturm - Einstieg : 1,75 Std.
    Einstieg - Zweiter Sellaturm: 1 Std.
  • Abstieg: über den Normalweg 1 Std.
  • Anmerkungen: Sehr schöne, lohnende Kletterei mit gutem und festem Fels. Anstelle des direkten (nicht sehr lohnenden) Abstiegs über den Normalweg zum Sellajoch empfiehlt sich der Übergang zum Dritten Sellaturm.

Vom Sellajoch über die Kostner-Führe (oder eine andere der zahlreichen Routen) zum Gipfel des Ersten Sellaturms und über geröllige Schrofen zur Scharte zwischen 1. und 2. Sellaturm.

Aus der Scharte über Wandstufen und eine steile Rinne (III) zu einem kurzen Band, welches nach links zum Beginn der markanten Kostner-Verschneidung führt. Nun direkt über die schöne Verschneidung (einige kurze Stellen IV-, sonst III+) hinauf zum oberen Ende. Über Felsstufen (III) nach rechts zu einer kleinen Scharte und schließlich über den Grat deutlich leichter zum Gipfel vom Zweiten Sellaturm.

Vom Gipfel über gestuften Fels hinab zu einem kurzen Kamin, den man abklettert (II). In einer Felsrinne unschwierig in Richtung Sattel zwischen 2. Sellaturm und Piz Ciavazes. Nun entweder Querung hinüber zum Sattel (für den Übergang zum Dritten Sellaturm) oder weiter hinab zu einer großen Wandmulde in der Fallinie des Sattels. In Serpentinen hinunter und abschließend über eine steile Rampe zum Einstieg der Normalroute. Auf dem Steig zurück zum Sellajoch.

Dritter Sellaturm - 2696m

Südwest-Wand, Jahnweg

  • Berggruppe: Sellagruppe
  • Schwierigkeit: IV+ (eine kurze Stelle), meist III+ und III
  • Ausgangspunkt: Sellajoch; hierher Straßen von Canazei und Wolkenstein
  • Höhendifferenz: bis zum Spiralband 300 Hm, Kletterführe 160 Hm.
  • Gehzeiten:
    Sellajoch - Spiralband - Einstieg: 2 Std.
    Einstieg - Jahnweg - Dritter Sellaturm: 1,5 Std.
  • Abstieg: über den Normalweg 2 Std.
  • Anmerkungen: Abwechslungsreiche und stellenweise sehr luftige Kletterei in gutem, aber teilweise abgenutztem Fels. Die Schlüsselstelle ist glatt poliert! Ideal mit den Routen am Ersten und Zweiten Sellaturm kombinierbar.

Vom Hotel Maria Flora am Sellajoch (2240m) auf einem guten Steig über steile Wiesen, später geröllige Schrofen, zum Einstieg des Normalwegs auf den 1. und 2. Sellaturm in der Fallinie des Sattels zwischen Piz Ciavazes und 2. Sellaturm. Über eine steile Rampe (Stellen II, sonst I) zu einer grasigen Wandmulde. In Kehren durch diese hinauf und über wenig schwieriges Felsgelände zum Sattel. Hierher gelangt man auch vom Gipfel des Zweiten Sellaturms.

Einige Meter nach Norden hinab zu einem Abseilhaken und zweimal (10m und 20m) zu einem Band abseilen. Auf dem teilweise überdachten Band nach rechts die Schlucht zwischen 2. und 3. Turm zum markanten Spiralband queren und darauf zum Einstieg des Jahnwegs am Beginn einer auffälligen Rampe, kurz bevor das Band scharf nach rechts biegt (Hinweis: Von der im AV-Führer beschriebenen "Normalroute" durch die Schlucht zwischen 2. und 3. Sellaturm wird wegen großer Steinschlaggefahr dringend abgeraten!).

Über die steile Rißrampe in zwei SL (erst III, danach III+) hinauf zu einem kleinen Felsturm. Diesen hinten umgehen und nach links zu einem schmalen Band. Sehr luftige Querung auf dem Band, welches bald zu einer Leiste wird (III+), nach links bis zu einem Haken. Dort rechts über die steile, gutgriffige Felswand (III+, später III) in zwei SL empor. Nach einer plattigen Stelle rechts zu einem Kamin, der zum Standplatz unter einem nach links ansteigenden Riß führt. Nun nicht geradeaus weiter, sondern über den Riß (Schlüsselstelle, IV+, etwa 4 Meter, kleingriffiger und glattpolierter Fels) zum anschließenden Kamin. Durch diesen (II) zu nach rechts ansteigenden Felsplatten, die in zwei SL zum Gipfelplateau führen. Über geröllige Schrofen erreicht man den Gipfel vom Dritten Sellaturm.

Vom Gipfel auf Steigspuren in Richtung Piz Ciavazes bis zu einem Abseilhaken. Zweimal abseilen zu einer Terrasse. Nun über Felsstufen (II) zum Spiralband abklettern (rote Punkte zeigen die leichteste Route). Auf dem breiten Band zur Schlucht zwischen 2. und 3. Sellaturm, diese überqueren (Achtung: Keinesfalls, wie im AV-Führer beschrieben, direkt durch die Schlucht absteigen! Sehr große Steinschlaggefahr!) und auf dem teilweise überdachten Band weiter zu einem Abseilhaken. Mehrmals abseilen, bis man den Schutt unter der Schlucht erreicht. Auf Spuren hinab zum Weg zwischen Pößnecker-Klettersteig und Sellajoch und nach links zurück zum Ausgangspunkt.